über tipps von euch würde ich mich freuen...
am besten per email, denn (warum auch immer) dieser blog meldet mir die kommentare nicht weiter...

Sonntag, 15. November 2009

andrea maria schenkel: tannöd

sehr atmosphärisch geschrieben... hat mir gut gefallen

nach einer wahren begebenheit hier in der umgebung (hinterkaifeck, ca. 6 km von schrobenhausen entfernt)... immer wenn ich darüber lese, läuft mir das kalte grauen den buckel runter: auf einem einödhof wurden im jahr 1922 6 menschen ermordet, erschlagen mit einer spitzhacke.
obwohl das buch eine auflösung bietet, ist es in wirklichkeit ein unaufgeklärtes verbrechen.
der hof wurde später abgerissen, die einöde existiert nicht mehr.

hintergrundinformationen hier

jeffery deaver: todesreigen

deaver at his best... einer meiner absoluten lieblingsautoren!!

"Außergewöhnlich, spektakulär und fesselnd: Die sechzehn Kurzgeschichten brillieren durch ihre cleveren Plots, anschaulichen Charaktere und einer äußerst präzisen Sprache." (Publishers Weekly )

carol o´connell




die hab ich schon vor einer weile gelesen, aber offensichtlich hier vergessen...
sie haben mich auch nicht so recht vom hocker gerissen - obwohl ihre besprechungen allgemein recht gut sind.
"muss nicht"

douglas preston: der canyon

eins der besten bücher, die in letzter zeit gelesen habe. liest sich gut, ist spannend und bringt eine gute idee mit... wer jurassic park mochte, wird auch dieses lieben!


gute besprechung bei krimicouch
auszug:

Stem Weathers hat irgendwo in der Mesa de los Viejos einen Saurier gefunden. Bei den Preisen, die heutzutage für ein vollständig intaktes Gerippe des Urtiers gezahlt werden, wäre er ein gemachter Mann, wenn da nicht auch noch der Schurke Dr. Corvus wäre, der ihm unter allen Umständen seine Entdeckung abjagen möchte. Dafür bedient er sich des Oberschurken Maddox, der nicht nur die Unterlagen be- sondern auch Weathers entsorgen soll. Stem bekommt also eine Kugel in den Rücken, aber Maddox kommt nicht dazu, ihm sein Tagebuch abzunehmen, denn da taucht Tom Broadbent auf, kümmert sich um den Sterbenden, der ihm mit dem letzten Atemzug das Schriftstück als Vermächtnis für seine Tochter anvertraut.

Broadbent ist natürlich ein Ehrenmann und lebt als Viehdoktor mit seiner Frau Sally auf einer Ranch in der Umgebung. Mit den Aufzeichnungen, die offensichtlich chiffriert sind, kommt er nicht weiter und wendet sich an einen Mönch im Bergkloster, der früher beim Geheimdienst als Kryptologe angestellt war. Wyman Ford, der übrigens auch im 2008 erschienenen Thriller Blasphemie die Heldenrolle spielt, ist aus der CIA ausgestiegen um im Kloster zu meditieren, aber der Reiz der Verschlüsselung jagt auch ihn zwischen die Canyons.

Maddox will den leichteren Weg gehen. Er kidnappt Broadbents Frau, um diesem die Unterlagen abzupressen und den Saurier zu finden, aber so schnell geben die Guten in diesem Thriller nicht auf …

jill gregory & karen tintori: das buch der namen

liest sich sehr flüssig und hat mir gut gefallen:


amazon inhaltsangabe:

Bei einer Nahtoderfahrung als Junge während eines Sturzes vom Dach haben die Seelen einiger Verstorbenen David Shepherd um Hilfe gebeten: Jetzt, im Alter, holt ihn die Erinnerung an dieses Ereignis wieder ein. Denn plötzlich fallen Shepherd wie aus dem Nichts die Namen wieder ein, die die Toten ihm damals zugerufen haben. Er notiert sie in ein Buch und muss erkennen, dass alle Träger nacheinander auf mysteriöse Weise sterben oder schon gestorben sind. Allmählich lichtet sich das Dunkel: Die Namen gehören zu den zweiunddreißig Gerechten, die nach jüdischer Überlieferung das Weltgefüge im Gleichgewicht halten. Wie zu allen Zeiten gibt es auch jetzt eine Gruppe von Verschwörern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Gerechten zu ermorden, um die Erde in Chaos und Verderben zu stürzen. Einzig Shepherd kann deren apokalyptischen Plan verhindern ....


Mit Hilfe modernster Computertechnik gelingt es Shepherd schließlich in Israel, die Namen der letzten, ihm bisher noch verborgenen Gerechten herauszufinden -- allerdings zu spät, denn am Ende sind sie alle tot. Alle bis auf Shepherds Stieftochter, die ebenfalls zu den identifizierten Gerechten gehört, sich allerdings schon in der Gewalt der verschworenen Gruppe befindet. Und diese wiederum haben sich zum Fest ihrer Erlösung und Neugeburt bereits in den Katakomben unter dem Tower of London eingefunden. Gemeinsam mit der ebenso schönen wie geheimnisvollen Yael begibt sich Shepherd in die Höhle des Löwen. Aber wird es ihm auch gelingen, das Ende der Welt abzuwenden?

Montag, 9. November 2009

ingrid noll


immer wieder nette unterhaltung, rutscht so runter...
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amazon schreibt:

Immer häufiger zieht sich Annerose zu ihrer Glasmalerei zurück. In ihren Bildern findet sie Ruhe und Ablenkung. Denn schließlich kann sie nicht dauernd daran denken, welche neue Flamme das Herz ihres zu Hause eher biederen Ehegattens entzündet.
So ganz kleine Genugtuungen kann sie sich aber nicht verkneifen. Seine selbstgesetzten Tannen im Garten fallen gnadenlos als Rache für die undurchsichtige Beziehung zur jungen naiven Imke, die ihn mit romantischen Liebesbriefen bombardiert. Für seine neue Schreibkraft, eine Freundin aus Studienzeiten, wird sich Annerose auch noch eine Niederträchtigkeit einfallen lassen. Denn wenn man schon selbst an, wie die anderen meinen, krankhafter Eifersucht leidet, sollen wenigstens alle etwas davon haben.

Ingrid Noll ist auch in ihrem neuen Roman Röslein rot die uneingeschränkte Meisterin der winzigen Gemeinheiten und bitterbösen Rachegelüste, so, wie sie von ihren Fans geliebt wird.
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Sie fürchten weder Tod noch Teufel, klauen in Kaufhäusern, spielen Schwarzfahren und lassen dies und das -- natürlich völlig arglos -- in Taschen und anderen Versenkungen verschwinden. Aber nicht nur das: Cora und Maja, das sind zwei Freundinnen, die füreinander durch Mord und Todschlag gehen. Ein verschworenes Duett, das Fans von Ingrid Noll ja bereits bekannt sein dürfte.
Selige Witwen -- der Titel nimmt das Fazit schon vorweg -- ja, die gibt es natürlich zum Schluss, mal wieder, auch nicht nur eine und die diebische Freude darauf, wer es denn diesmal sein wird, beschleicht einen schon auf den ersten Seiten. Erneut bestehen Frauen den hemmungslosen Kampf gegen unterdrückende Mannsbilder, siegt ungeahnte weibliche Kaltschnäuzigkeit über männliche Herzlosigkeit, endet der Geschlechterkampf mit vollen Gräbern für die Opfer und vollen Taschen für die Witwen.

Aber natürlich ist in dem neuen Buch alles auch wieder ganz anders. Maja lebt mit Cora in der Toskana und sie lebt von Coras Witwengeld -- und das nicht schlecht. Die Abenteuerwege der beiden führen nach Frankfurt, mitten ins Rotlichtmilieu, mit Prostitution, Betrug und allem, was dazugehört. "Dem gehört die Rübe abgehackt" -- da sind sich die Freundinnen, ihr Opfer fest im Blick, einig. Von Zuhälterkreisen bis in die millionenschwere Schickeria: Das mörderische Duo verdreht Köpfe, vergibt Körbe und verteilt tödliche Dosen. Männer kriegen ihre Denkzettel, Frauen die Erbschaft.

Skurril-witzig, stellenweise einfach atemberaubend boshaft, aber immer menschlich nachvollziehbar -- das charakterisiert den Stil von Ingrid Noll. Verletzungen dezent andeuten, die Revanche bis in die höchste Ironie verzerren. Ihre Selige Witwen sind absolut empfehlenswert, wenngleich auch Handlung und Überschaubarkeit hier nicht ganz so stringent und beharrlich verfolgt werden wie in anderen Romanen der Autorin. Ob es die letzten Abenteuer von Cora und Maja waren? Ganz sicher nicht! "Neulich habe ich über mein bisheriges Leben nachgedacht und beschlossen: Ich morde keine Männer mehr" -- na, wer's glaubt, wird selig!

minette walters: der schatten des chamäleons

auch das ist ganz ok, liest sich flüssig und durchaus spannend.


Lieutenant Charles Acland kann sich an nichts mehr erinnern. Völlig entstellt liegt er in einem Krankenhaus in Birmingham, und nun zeigt ihm eine Krankenschwester, wie er mit Hilfe einer Drogenpumpe seine schier unerträglichen Schmerzen in den Griff bekommen soll. „Sie werden hier nicht lange genug an dem Apparat hängen, um abhängig zu werden“, sagt ihm die Krankenschwester: „Glauben Sie mir.“ Aber Charles Acland glaubt ihr nicht. „Er erkannte schlagartig, dass er keiner Frau traute“, heißt es im Roman Der Schatten des Chamäleons der britischen Bestseller-Autorin Minette Waters, „hatte allerdings keine Ahnung, warum das so war.“
Allmählich offenbart sich Aclands Vorgeschichte. Als Kommandeur eines zwölfköpfigen Spähtrupps hatte er den Auftrag, den Übergängen der Aufständischen zwischen Irak und Iran auf die Spur zu kommen. Auf der Straße von Bagdad nach Basra geriet sein Konvoi in einen Hinterhalt, seine Kameraden wurden von einem unkonventionellen Sprengkörper zerfetzt. Kein Wunder, dass Acland einen Psychiater braucht. Aber bald könnte er auch noch einen Anwalt brauchen. Nicht nur wird der zuvor als freundlich und zuvorkommend bekannte Mann, dessen unkontrollierte Gewaltausbrüche seine Umwelt mehr und mehr befremden, im letzten Moment daran gehindert, im Streit einen Mann zu erschlagen: Er hat auch kein Alibi für die Zeit, in der ein wahnsinniger Massenmörder in London, wohin er gezogen ist, sein Unwesen treibt...

Zug um Zug zieht Walters in Der Schatten des Chamäleons die Spannungsschraube weiter an -- bis zum spannenden Finale, das dem Leser fast den Atem raubt. Beste Thriller-Unterhaltung, klug komponiert, und mit immer neuen Wendungen und erzählerischen Tricks.